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Rel=“nofollow“ Test-Case: Googlebot Folgt Nofollow-Links

Rel=“nofollow“ Test-Case: Googlebot folgt nofollow-Links

Nachdem im Rahmen meines Vortrags auf der SEO Campixx eine hitzige Diskussion darüber entstanden war, ob man bei internen Links rel=“nofollow“ dafür verwenden könne, um den Googlebot davon abzuhalten, unwichtige Seiten zu crawlen, um auf diese Weise Crawl-Budget zu sparen, habe ich mich entschlossen einen kurzen Test aufzusetzen.
Hintergrund: Ich hatte in meiner Präsentation erwähnt, dass die Verwendung von rel=“nofollow“ in bestimmten Fällen eine Möglichkeit darstellen kann, um Google davon dazuhalten, aus SEO-Sicht irrelevante Seiten zu crawlen.
Um herauszufinden, ob Google nofollow-Links wirklich nicht folgt, habe ich unter folgendem „Link“ eine Seite angelegt:

nofollow test

Der Inhalt der Seite sieht wie folgt aus:

nofollow-testseite

Die Seite hat zudem folgenden Page Title: Unito rel=“nofollow“ test 2015

Nach dem Setup wurde die Seite anschließend zum einen von der Startseite eines Onlineshops (PR 5) und zum anderen von der Startseite eines Blogs verlinkt. Die Links wurden innerhalb von Content platziert und jeweils mit rel=“nofollow“ versehen. Anschließend wurden die linkgebenden Seiten mehrfach über die Google Webmaster Tools angepingt, um den Googlebot auf die Seite zu lotsen. Vorab wurde noch ein Monitoring der Logfiles eingerichtet.

Ergebnis des nofollow-Tests

Nach ca. 8 Wochen Laufzeit konnte ich weder einen Aufruf der Testseite durch den Googlebot registrieren noch ist die Seite in Google auffindbar:

Ergebnis des nofollow test

Das heißt vermutlich, dass man rel=“nofollow“ theoretisch verwenden könnte, möchte man, dass der Googlebot gewissen Links nicht folgt. Bedenken sollte man hierbei jedoch stets, dass nofollow-Links bei der Verteilung des Link Juice ebenso mit einbezogen werden die dofollow-Links. Hat eine Seite also 60 ausgehende dofollow-Links und 40 nofollow-Links erhalten die über dofollow-Links verlinkten Seiten vereinfach dargestellt ein Hundertstel des zur Verfügung stehenden Link Juices. Die 40 über nofollow-Links verlinkten Seiten erhalten keinen Juice, wodurch PageRank verschwendet wird.
In der Praxis sollte man sich also gut überlegen, ob man intern mit rel=“nofollow“ arbeitet, unnötige Links nicht lieber komplett weglässt oder diese in irgendeiner Form (z.B. via PRG-Pattern oder JavaScript) maskiert.

Update: Seit einigen Wochen ist die Zielseite indexiert, obwohl diese für Google (noch immer) nur über Links erreichbar ist, die mit dem rel=nofollow Attribut versehen sind. Für mich heißt das, dass Google das „rel=nofollow“ für einige Zeit zu beachten scheint, jedoch dann beginnt, dieses zu ignorieren und den Links dennoch zu folgen. Rel=nofollow eignet sich somit entgegen meiner ursprünglichen Vermutung definitiv nicht, um Googlebot davon abzuhalten bestimmte Seiten zu crawlen und hierdurch Crawl-Budget zu sparen.

 

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